Einer war sogar beliebter als Adolf: Wie die Nazis die Namen ihrer Kinder auswählten


Im Dritten Reich gaben viele Eltern ihren Kindern „deutsche“ Namen. Vor allem in den Jahren bis zu der Wende des Kriegs 1942/43 wollten sie damit eine Nähe zum NS-Regime ausdrücken. Sehr beliebt war der Name Adolf – aber ein anderer Name stand noch viel höher im Kurs. Quelle

In dem französischen Film „Der Vorname“ aus dem Jahr 2012 schockiert ein Immobilienmakler seine linksintellektuellen Freunde bei einem gemeinsamen Essen mit der Neuigkeit, dass seine Frau und er sich dazu entschlossen haben, ihrem Sohn den Namen Adolf zu geben.

Die Anderen versuchen, ihn von seinem Vorhaben abzubringen, denn für sie ist Adolf ein durch und durch verseuchter Name. Immerhin hieß der schlimmste Kriegsverbrecher aller Zeiten so – der deutsche „Führer“ Adolf Hitler . Vor dem Zuschauer spielt sich eine ebenso komische wie bitterböse Komödie ab, bis der Film schließlich ein unerwartetes Ende nimmt.

Lange war Adolf ein beliebter Name

Der Vorname Adolf oder französisch Adolphe war nicht nur bei unseren Nachbarn nach dem Ende des Dritten Reiches verpönt, auch im Land der Täter gaben nur noch sehr wenige Mütter und Väter ihren Söhnen diesen Namen. Das war früher ganz anders. Schon bevor in Deutschland ein „Führer“ mit dem Vornamen Adolf die Macht ergriff, erfreute sich dieser Name lange Zeit großer Beliebtheit.

Nachdem Hitler an die Macht gekommen war, nahm der Name aber nochmals einen großen Aufschwung. Das gilt besonders für die Jahre 1933/34 und 1937. Im zweiten Halbjahr 1933, also wenige Monate nach Hitlers „Machtergreifung“, bekamen mehr als drei Prozent aller damals geborenen deutschen Jungen den Vornamen des „Führers“ verpasst. Das lag wahrscheinlich an der Anfangseuphorie oder dem Opportunismus vieler Deutscher nach Hitlers „Machtergreifung“.

Der Krieg hatte Folgen für die Namensgebung

Der Schub von 1937 könnte auch aus Hitlers großer Beliebtheit im Jahr zuvor rühren, als er, unter anderem durch die Olympischen Spiele in Berlin , sein Ansehen nochmals hochschrauben konnte. In den folgenden Monaten und Jahren gab es zwar Schwankungen, aber insgesamt hielt sich die Beliebtheit des Namens auf recht hohem Niveau. Die häufige Vergabe dieses Vornamens war so ein deutlicher Hinweis auf die großer Beliebtheit Hitlers in weiten Teilen des Volkes.

Bis 1942. In diesem Jahr schwante immer mehr Deutschen, dass der von Hitler vom Zaun gebrochene Krieg in einer Katastrophe enden könnte. Mit Folgen für die Namensgebung der Neugeborenen: Von nun an stürzte der Anteil Adolfs an allen Jungens-Vornamen ständig ab. Im zweiten Halbjahr 1945, also unmittelbar nach dem Kriegsende, lag er bei etwa 0,2 Prozent. Zurecht spricht daher der Historiker Götz Aly von der „Adolf-Kurve“ – umso größer das Ansehen Hitlers war, umso häufiger wurde auch sein Vorname verwendet. Und umgekehrt.

Die Geschichte lebt weiter!!

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