Journalist bei Neonazi-Festival in Themar angegriffen


Beim Rechtsrock-Festival in Themar ist ein Journalist von einem mutmaßlich rechten Konzertbesucher ins Gesicht geschlagen worden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Es ist nicht die einzige Straftat, die nach dem ersten Konzerttag bekannt wurde. Quelle

Beim Neonazi-Festival im südthüringischen Themar ist ein Journalist angegriffen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sei ein 33 Jahre alter Festival-Besucher am späten Freitagabend zum Presse-Bereich auf dem Veranstaltungsgelände gekommen und habe einem 27 Jahre alten Journalisten ins Gesicht geschlagen. Angaben zum Motiv des Täters oder den Hintergründen des Vorfalls konnte die Polizei am Samstagmorgen nicht machen. Einer Sprecherin zufolge ist die Identität des mutmaßlichen Täters bekannt. Der Journalist sei leicht verletzt worden. Ermittlungen wegen Körperverletzung liefen. Bereits Ende April hatte es in Thüringen einen Überfall von mutmaßlichen Rechtsextremisten auf zwei freie Journalisten gegeben. Die Täter sollen die Kamera- und Fotoausrüstung der Reporter gestohlen und die Journalisten leicht verletzt haben. Hintergrund sollen Film- und Fotoaufnahmen gewesen sein, die die Reporter im Eichsfeld von dem Grundstück des Thüringer NPD-Landeschefs Thorsten Heise angefertigt haben sollen. Heise ist auch stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD und war Veranstalter eines Rechtsrock-Festivals im sächsischen Ostritz.

Nach dem ersten Konzerttag des Neonazi-Festivals in Themar ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben unter anderem in 16 Fällen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In den meisten Fällen gehe es dabei um Tätowierungen, in fünf Fällen um das Zeigen des Hitlergrußes, wie eine Sprecherin der Polizei am Samstag sagte. Ihren Angaben zufolge waren Freitagnacht mehr als 1000 Besucher auf dem Festival. Auch Samstagmorgen reisten demnach noch Teilnehmer an. Aus Sicht der Polizei sei der erste Tag des Rechtsrock-Festivals weitgehend friedlich verlaufen. Der Thüringer Verfassungsschutz rechnet mit 1500 Teilnehmern bei dem Festival.

Juristisch:  Fotografen müssen mit Haue rechnen     Quelle

Advertisements

Hakenkreuz in Gehweg gepflastert


Ein Hakenkreuz im neu verlegten Pflaster der Goslarer Fußgängerzone sorgt im September 2014 für Aufregung. Zwei Bauarbeiter verlegen das Symbol und brüsten sich damit. Jetzt stehen sie vor Gericht, doch nur einer zeigt Reue. Quelle

Weil sie im neuen Pflaster der Goslarer Fußgängerzone Hakenkreuze verlegt haben sollen, haben zwei Mitarbeiter einer Baufirma Strafbefehle bekommen. Ein 49-Jähriger habe die Zahlung von 1000 Euro akzeptiert, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Ein 23-Jähriger habe Einspruch gegen seinen Strafbefehl in Höhe von 1650 Euro eingelegt. Deswegen werde es gegen diesen Mann zu einer Gerichtsverhandlung kommen.

Beide Männer sollen zusammen am 17. September 2014 ein Hakenkreuz verlegt, dieses fotografiert und anschließend entfernt haben. In der Nacht zum 20. September habe der 23-Jährige dann allein ein weiteres Hakenkreuz verlegt und im Straßenpflaster belassen, sagte die Sprecherin.

Zunächst hatte die Firma behauptet, die Anordnung der Steine sei ein Zufall gewesen. Daraufhin hatte die Polizei Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.Nach Bekanntwerden des Vorfalls ließ die Stadt Goslar das Symbol umgehend entfernen – noch bevor die Baufirma zu erreichen war. Passanten hatten das mit roten Pflastersteinen deutlich sichtbar verlegte Hakenkreuz entdeckt. Die Nachricht samt Bild verbreitete sich schnell über soziale Netzwerke wie Facebook.

So ein Theater wegen der Swastika