BDP-Politiker sorgt mit Hitler-Tweet für Eklat


Das ist Meinungsfreihit! Und laut Bundesgericht so nicht Strafbar!

SchweizerKrieger

Der Thurgauer BDP-Politiker Thomas Keller nimmt auf Twitter Adolf Hitler in Schutz. «So unendlich schlecht kann dieser Mann nicht gewesen sein», schreibt er. Quelle

Thomas Keller, BDP-Politiker aus dem Kanton Thurgau, wehrt sich in einem Tweet für Adolf Hitler. Der 36-Jährige schrieb am Montagabend: «In der Person Adolf Hitler sehe ich nicht nur den menschenverachtenden bösartigen Tyrannen und Diktator.» Weiter sagt er, die heutige Geschichtsschreibung sei aus einer einseitigen Perspektive. «So unendlich schlecht kann dieser Mann nicht gewesen sein», lautet Kellers Tweet.

Grund für die Aussage ist laut «Blick» die Beförderung von Edy I. zum Oberfeldwebel. Vor zwei Jahren hatte I. mit Hassparolen zur Rassendiskriminierung aufgerufen. Er zitierte und verherrlichte unter anderem Reden von Hitler. Dennoch erhält der Polizist nun eine Beförderung. Der «Blick» berichtete darüber.

«Meinen Sie, nur Nazi-Deutschland mordete?»

Eben dieser Entscheid der Tessiner Regierung löste eine Diskussion in den sozialen Medien aus – und in diese hat…

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Was aus den Kindern der hohen NS-Funktionäre wurde


Bis zuletzt hing Heinrich Himmlers Tochter Gudrun der braunen Ideologie an. Ihr Tod vor wenigen Tagen wirft die Frage auf: Wie gehen Nachfahren von NS-Verbrechern mit ihrer Familiengeschichte um? Quelle

Für seine Eltern kann niemand etwas. Und auch Massenmörder können liebevolle Väter sein. Gudrun Himmler zum Beispiel liebte ihren „Pappi“ abgöttisch, mochte der auch „Reichsführer SS“ und damit hauptverantwortlich für den Holocaust und die Unterdrückung von halb Europa sein.Zwar trug Himmlers einzige eheliche Tochter nach ihrer Heirat den Namen Burwitz, aber dem Nationalsozialismus blieb sie bis ins hohe Alter treu. Ende Mai 2018 ist sie gestorben, unbeirrt und unbelehrbar. Auf ihrem Grabstein steht „Familie Burwitz-Himmler“.

Wie gingen andere Kinder hoher NS-Funktionäre mit der Last um, die sie durch ihre Namen trugen? Ein einheitliches Muster gibt es nicht, im Gegenteil: Die Unterschiede sind gewaltig.Edda Göring zum Beispiel, die einzige Tochter des zeitweise zweiten Manns des Dritten Reiches, Hermann Göring: 1938 geboren, lebte sie im Zweiten Weltkrieg mit ihren Eltern in dem pompösen Jagdschloss Carinhall in der Schorfheide nordöstlich von Berlin. Ihr Vater nahm sich unmittelbar vor der Vollstreckung des Todesurteils, das der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg 1946 über ihn gefällt hatte, das Leben.

Hermann Göring, Reichsmarschall, Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Tochter Edda | Verwendung weltweit
Hermann Göring, Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, mit Tochter Edda

Quelle: picture alliance / arkivi

Edda Göring kämpfte jahrzehntelang um Teile des Erbes ihres Vaters. Noch 2014 reichte sie eine Petition beim Bayerischen Landtag ein, um zu erreichen, dass ihr das 1948 entschädigungslos eingezogene Vermögen ihres Vaters erstattet werde. Bekanntermaßen hatte sich Hermann Göring vielfach mit politischem Druck zahlreiche Preziosen angeeignet.

Abgelehnt wurde die Petition aber schließlich aus einem formalen Grund: Zum Zeitpunkt der Entziehung galt das Grundgesetz noch nicht. Seither ist es ruhig geworden um die gerade vor wenigen Wochen 80 Jahre alt gewordene Tochter Hermann Görings.Weniger um Geld als vielmehr um den „guten Ruf“ seines Vaters ging es Wolf-Rüdiger Heß. 1937 geboren als einziger Sohn von Hitlers Stellvertreter in der NSDAP, kämpfte er bis zum Selbstmord seines greisen Vaters im Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau 1987 um dessen Freilassung.

Nach dem Freitod des 93-Jährigen verbreitete Wolf-Rüdiger allerlei Verschwörungstheorien. Angeblich sei Rudolf Heß ermordet worden, damit er nicht „die Wahrheit“ über Winston Churchill und den Zweiten Weltkrieg verbreiten könne. Ohnehin, so erzählte Wolf-Rüdiger jedem, der es hören wollte, werde die Geschichte den Nationalsozialismus und damit seinen Vater rehabilitieren. Zutiefst verbittert starb der Heß-Sohn Ende Oktober 2001.

Ganz anders Martin Bormann junior, das älteste von insgesamt zehn ehelichen Kindern des NSDAP-Kanzleichefs und Hitler-Vertrauten: 1930 geboren, noch vor dem Durchbruch der braunen Partei, war er der erste Patensohn des „Führers“ und wuchs bis 1945 unter ausgesprochen privilegierten Umständen auf.

Adolf Hitler (r) im Gespräch mit Reichsleiter Martin Bormann (M) und Krauß (l), dem Korpsführer des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK) im Führerhauptquartier. Undatiert. |
Hitler mit Martin Bormann (M.), Leiter der Reichskanzlei der NSDAP

Quelle: picture-alliance / dpa

Als er, nach dem spurlosen Verschwinden seines Vaters und dem Krebstod seiner Mutter 1946, alleine dastand, legte er seinen Taufnamen „Adolf“ ab. Er wandte sich dem Glauben zu, ließ sich katholisch taufen und wurde Priester. Bewusst arbeitete er jahrelang als Missionar in Afrika, später ließ er sich von seinen Gelübden befreien und heiratete, blieb aber katholischer Religionslehrer.

An seinen Vater erinnerte er sich in persönlicher Dankbarkeit, aber vom Politiker und Hauptverantwortlichen für die NS-Verbrechen, Martin Bormann, distanzierte er sich deutlich. Er drängte damit nicht in die Öffentlichkeit, verschwieg aber bei Nachfragen auch nie seine Haltung. 2013 starb Martin Bormann junior, mit sich selbst im Reinen.Ähnlich verhielt sich Albert Speer junior, der 1934 geborene älteste Sohn von Hitlers Leibarchitekt und Rüstungsminister. Er war bis 1945 in Berchtesgaden aufgewachsen, als Teil des NS-Hofstaates auf dem Obersalzberg. Nach dem Krieg wurde er Architekt und nahm an Wettbewerben anonym oder unter falschem Namen teil, um nicht in Verbindung mit seinem Vater gebracht zu werden.

Die Geschichte bleibt am leben!

„Rechtes Gedankengut hat für mich gar keine Bedeutung mehr“


Bei ihrem Schlusswort im NSU-Prozess bleibt die Hauptangeklagte Beate Zschäpe kühl und geschäftsmäßig. Selbst als sie die Mutter eines Opfers der Terrorzelle direkt anspricht, fehlt es ihren Worten an Eindringlichkeit. Quelle

Im September 2016 beschloss Zschäpe zu sprechen. Ihre ersten Worte, es war der 313. Verhandlungstag. Weitere 123 Sitzungstage lang schwieg sie dann wieder. Auch ihre ausdruckslose Miene, ihr fassadenhaftes Unbeteiligtsein hielt sie durch.Nie wandte sie sich den Opfern oder deren Anwälten zu. An diesem Dienstag nun sagte die Angeklagte im NSU-Prozess ihre letzten Worte. Fünf Minuten lang, wie es ihre Vertrauensanwälte in der Vorwoche mitgeteilt hatten.Sie holt einen Zettel heraus und beginnt mit einer Rechtfertigung ihres viel kritisierten Verhaltens vor Gericht. Sie liest viel zu schnell, geschäftsmäßig kühl und inhaltlich blass. Es ist, das sei an dieser Stelle schon gesagt, wenig Relevantes dabei.Die inzwischen 43-Jährige klagt über Belastungen, denen sie fünfeinhalb Jahre lang ausgesetzt gewesen sei durch die mediale Beobachtung. Sie spricht von Konzentrationsschwäche und ihrer Unfähigkeit, frei zu reden, kritisiert die „völlig falsche“ Interpretation ihres Verhaltens.Der 4. November 2011, als sich ihre Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Eisenach erschossen und damit das Ende des NSU herbeiführten, sei für sie „eine Art Befreiung“ gewesen. Sie wolle sich entschuldigen und Verantwortung übernehmen sowie „aufrichtiges Mitgefühl“ bekunden.

In fünf Minuten kann man vieles sagen. Aber für die Beantwortung jener Fragen, die für die Angehörigen der NSU-Opfer von existenzieller Bedeutung sind, reichen sie nicht. Warum musste mein Mann, mein Sohn, mein Vater sterben? Warum wurde gerade er als Mordopfer ausgesucht? Wer half den Tätern? Was hat es mit dem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes am Tatort in Kassel auf sich, wo der junge Halit Yozgat umgebracht wurde?

So was wie „Rechtes Gedankengut hat für mich gar keine Bedeutung mehr“ muss sie vor Gericht auch sagen!

Ein Schauprozess ohne gleichen!

Bamberger Gericht lässt Klage gegen Neonazis liegen


Sie sind angeklagt, Mitglieder einer verbotenen Vereinigung gewesen zu sein und Anschläge auf Asylbewerberheime geplant zu haben. Dennoch sind vier mutmaßliche Neonazis frei – weil das Gericht in Bamberg überlastet ist. Quelle

Die Bamberger Justiz hat vier Neonazis wieder laufen lassen müssen, weil sich die zuständige Strafkammer wegen Arbeitsüberlastung nicht in der Lage sah, den Fall vor Gericht zu bringen. Die Gruppe, drei Männer und eine Frau, werden beschuldigt, einer inzwischen verbotenen Neonazi-Organisation angehört und Anschläge auf Asylbewerberheime geplant zu haben. Weiter sollen sie an einer gefährlichen Körperverletzung beteiligt gewesen sein und pyrotechnisches Material im Ausland bestellt haben.Bereits im Juli 2016 hatte die Bamberger Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Über deren Zulassung aber hat das Landgericht Bamberg fast zwei Jahre später immer noch nicht entschieden. Die Angeklagten befinden sich deswegen jetzt wieder auf freiem Fuß.

Viele Strafkammern arbeiten an der Grenze ihrer Kapazitäten.
Andrea Titz, Vorsitzende des bayerischen Richtervereins

Angefangen hat alles mit einer Razzia im Oktober 2015. Die Fahnder beschlagnahmten Hakenkreuz-Fahnen und eine Pistole mit scharfer Munition. Zuvor hatte die Polizei 16 Kilogramm Kugelbomben abgefangen, die die Gruppe bestellt haben soll. Im Zuge der Ermittlungen habe sich dann der dringende Tatverdacht ergeben, dass drei der Beschuldigten führende Funktionen in der sogenannten „Sektion Bayern/Franken“ der „Weissen Wölfe Terrorcrew“ (WWT) einnahmen, so die Staatsanwaltschaft. Der Neonazi-Verein wurde im März 2016 verboten.Seit der Anklageerhebung im Juli hat sich dann aber nicht mehr viel getan. Zu dem Zeitpunkt befanden sich noch zwei von vier Beschuldigten in Untersuchungshaft. Ende 2016 wurde ihre vorläufige Festnahme gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.Dass das Landgericht Bamberg die Anklage bis heute nicht geprüft hat, begründet ein Sprecher mit mehreren Großverfahren in den vergangenen Jahren, darunter eines wegen Mordes in einer Asylbewerberunterkunft. Auch das Verfahren gegen die Neonazis sei sehr umfangreich. Nun werde ein Start des Verfahrens ab Oktober avisiert. „Das ist sicher keine Frist, die sich ein Gericht wünscht“, sagt die Leiterin des Bayerischen Richtervereins, Andrea Titz. Sie kenne nicht die Details des konkreten Falls. Aber, so Titz: „Viele Strafkammern arbeiten an der Grenze ihrer Kapazitäten.“

Nur die Ideologie zu leben ist noch lange keine Straftat

 

Tochter von Himmler war beim BND


Heinrich Himmler gilt als der zweite Mann nach Adolf Hitler bei den Nationalsozialisten. Das nationalsozialistische Gedankengut gab er an seine Tochter weiter. Für den Bundesnachrichtendienst war das offenbar kein Hindernis. Quelle

Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge hat die Tochter des Nazi-Führers Heinrich Himmler in den sechziger Jahren für den Bundesnachrichtendienst (BND) gearbeitet. Sie sei für wenige Jahre bis 1963 unter einem anderen Namen Mitarbeiterin des BND gewesen, sagte der BND-Chefhistoriker Bodo Hechelhammer der „Bild“-Zeitung. „Der Zeitpunkt ihres Ausscheidens fällt mit dem einsetzenden Wandel im Verständnis und im Umgang mit NS-belasteten Mitarbeitern zusammen“, sagte er. Dem Bericht zufolge soll Gudrun Burwitz von Ende 1961 bis zum Herbst 1963 beim BND in Pullach als Sekretärin angestellt gewesen sein. Sie sei bis ins hohe Alter in rechtsextremen Kreisen aktiv gewesen und habe an Nazi-Aufmärschen teilgenommen. Von ihrem Vater und seinen Verbrechen distanzierte sie sich demnach nie.Wie die „Bild“-Zeitung weiter berichtet, soll Burwitz im Alter von 88 Jahren verstorben sein. Ihr Tod sei vom Einwohnermeldeamt München bereits schriftlich bestätigt worden, schreibt die Zeitung.

Organisator des Holocausts

Der Reichsführer SS, so Heinrich Himmlers offizieller Titel, gilt unter Historikern im Machtgefüge der Nationalsozialisten als zweiter Mann hinter Adolf Hitler. Himmler war Organisator der Konzentrationslager, einer der Hauptverantwortlichen des deutschen Vernichtungsfeldzuges in Osteuropa und des Massenmords an den europäischen Juden. Er nahm sich kurz nach seiner Festnahme in alliierter Gefangenschaft das Leben.

Die Geschichte lebt weiter!

Urteil: Neonazi muss „SS“-Tattoo überstechen lassen


Ein 19-Jähriger in St. Pölten ließ sich mehrere neonazistische Tätowierungen – unter anderem am Hinterkopf – stechen und posierte mit Hitlergruß. Quelle

Ein „SS“-Tattoo am Hinterkopf, ein Eisernes Kreuz umrandet von „18“ (Neonazi-Code für „Adolf Hitler“) und „88“ (Neonazi-Code für „Heil Hitler“) am Oberschenkel – ein 19-Jähriger in St. Pölten hat seinen Körper buchstäblich zur „Werbefläche für die braune Sache“ gemacht, wie es Staatsanwalt Leopold Bien beim Prozess am Donnerstag formulierte.Der 19-jährige Angeklagte zeigte sich zu Postings auf seiner Facebook-Profilseite und in einer WhatsApp-Gruppe mit dem Namen „Die Österreicher“ geständig. Darunter waren Bilder von Adolf Hitler, Hakenkreuzen, Ostereiern mit SS-Runen und Hakenkreuzbemalung sowie eine Fotomontage des Wiener Riesenrades in Form eines Hakenkreuzes.

Hitlergruß in der Öffentlichkeit

Zeugen hatten den 19-Jährigen beim Bahnhof beobachtet, wie er mehrmals den rechten Arm zum Hitlergruß erhob. Nach mehreren Hinweisen wegen des „SS“-Tattoos am Hinterkopf wurde das Landesamt für Verfassungsschutz aktiv.Daraufhin war eine Hausdurchsuchung durchgeführt und sein Handy ausgewertet worden. Der Angeklagte saß drei Wochen lang in Untersuchungshaft. Er wurde unter anderem unter der Auflage freigelassen, sich die Tattoos bis 1. Juli entfernen oder überstechen zu lassen. Das passierte bis jetzt nicht. Der 19-Jährige begründete das damit, dass er keinen Termin in einem Tattoo-Studio bekommen habe, berichtet „orf.at“.Die Verteidigerin führte die schwere Kindheit des Angeklagten – er wuchs im Heim auf, hatte mit 14 Jahren erstmals Umgang und Sympathien für Rechtsextreme. Im vergangenen Sommer sei sein Leben aus der Bahn geworfen worden: Er habe weder Arbeit noch eine Wohnung gehabt, und sein Vater sei gestorben.Inzwischen habe er sein Leben wieder in den Griff bekommen, versicherte die Anwältin. Der Angeklagte wurde nach dem Verbotsgesetz schuldig gesprochen. Wegen der Milderungsgründe der Unbescholtenheit, des Geständnisses und der Tatsache, dass der Angeklagte ein junger Erwachsener ist, wurde das Strafmaß auf zwei Jahre bedingter Haft (von maximal zehn Jahren) festgesetzt.Außerdem sprach der vorsitzende Richter Markus Grünberger die Weisung aus: „Bis Ende des Jahres müssen diese Tattoos entfernt oder so überstochen werden, dass man das nicht mehr erkennt.

So was kann nicht verlangt werden, er kann es überdecken! und wenn er es macht, ist er ein Verräter wie so viel.