Rechte setzten 25.000 „Feinde“ auf Listen


Dem rechtsextremen NSU fallen zehn Menschen zum Opfer. Das Terror-Trio hatte allerdings noch mehr Bürger im Visier. Mit ihrer Auflistung von „Feinden“ sind die Rechtsextremen nicht allein. Auch in der Prepper-Szene finden sich entsprechende Dokumente. Quelle

Deutsche Rechtsextremisten haben in den vergangenen Jahren Tausende Menschen auf „Feindeslisten“ gesetzt. Seit 2011 fanden die Sicherheitsbehörden bei Razzien und Festnahmen in der rechtsextremen Szene Listen, auf denen mehr als 25.000 Personen mit Namen, Telefonnummern und Adressen als „Feinde“ aufgeführt waren. Dies berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

Die entsprechenden Schriftstücke oder Datensätze stammen demnach vor allem aus den Ermittlungen gegen den rechtsterroristischen, sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) bis Ende 2011 sowie aus den Ermittlungen gegen den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. und zwei Komplizen. A. hatte sich als syrischer Flüchtling ausgegeben. Er wurde im April 2017 in Untersuchungshaft genommen. Ende November kam er wieder auf freien Fuß, weil es an dringendem Tatverdacht mangelte. Er bleibt trotzdem tatverdächtig: Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe erhob im Dezember Anklage wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.Des Weiteren wurden zahlreiche entsprechende Daten bei Ermittlungen gegen Mitglieder der rechten Prepper-Gruppierung „Nordkreuz“ im vergangenen Jahr beschlagnahmt. Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass das BKA im Zuge der NSU-Ermittlungen die zuständigen Landespolizeien „über die Adresslisten in Kenntnis gesetzt“ habe. Das treffe auch auf die Personen zu, die auf den Listen von Franco A. aufgetaucht seien, schreiben die RND-Zeitungen.

Ebenso bei der Gruppe „Nordkreuz“ sei eine Auflistung der verzeichneten Personen sowie eine vom BKA zeitnah erstellte Gefährdungsbewertung an die für die Gefahrenabwehr zuständigen Länder übermittelt worden. Allerdings: „Entsprechend der Gefährdungsbewertung des BKA ist eine Unterrichtung der auf der Liste aufgeführten Personen durch die Bundesbehörden nicht erfolgt.“

Zu den Mitgliedern der „Nordkreuz“-Gruppe gehört unter anderem ein Polizist aus Mecklenburg-Vorpommern. Der inzwischen suspendierte Beamte soll sich mit Vorräten auf gravierende Krisen vorbereitet und auch den Schusswaffeneinsatz einkalkuliert haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt in einem seit August 2017 laufenden Antiterror-Verfahren gegen den Mann. Die Ermittler gehen auch hier dem „Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ nach.

Bei einer Razzia hatten im vorigen Sommer Sicherheitskräfte Wohnungen und Büros von sechs „Preppern“ in dem Bundesland durchsucht. Darunter waren ein Rostocker Anwalt und der besagte Polizist, der den Angaben zufolge auf eigenen Wunsch von Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern gewechselt war. Festnahmen gab es nicht.Die Männer sollen sich im Internet über einen möglichen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung ausgetauscht und Vorkehrungen getroffen haben. Dabei soll es auch eine Liste mit Personen aus dem linken Spektrum gegeben haben, die im Krisenfall getötet werden sollten. Bei den folgenden Ermittlungen war den Behörden zufolge damals allerdings keine solche „Todesliste“ gefunden worden.

Doch ist noch nie was passiert?????

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Diese Schweizer feierten mit


Neonazis marschierten an Hitlers Geburtstag!

«Schild und Schwert» hiess der Aufmarsch in der sächsischen Provinz. Auch Eidgenossen nahmen an dem Neonazi-Festival teil. Quelle

Es war dieses Jahr einer ihrer grössten Aufmärsche in Deutschland: 1000 bis 1200 Rechtsextreme trafen sich im sächsischen Ostritz, direkt an der polnischen Grenze.

Das Datum war nicht zufällig gewählt: Die Neonazis feierten am Freitag vergangener Woche den Geburtstag von Adolf Hitler. Mehrere Teilnehmer des «Schild und Schwert»-Festivals waren in T-Shirts mit dem Aufdruck «I love HTLR» angereist, unter ihnen auch Nazi-Aktivisten aus der Schweiz wie der Oberwalliser S. G.*

Der 38-Jährige ist auf mehreren im Netz veröffentlichten Bildern aus Ostritz zu sehen. Der Aktivist des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks Blood & Honour (Blut und Ehre) ist kein Unbekannter: Seit er im Herbst 2005 in Gamsen VS ein Neonazi-Konzert mitorganisierte, ist S. G. in der Szene eine feste Grösse.

Antisemitische Gesänge und Hitlergrüsse

Weil bei dem Anlass im Wallis auch das antisemitische Blutlied gesungen wurde («Lasst die Messer flutschen in den Judenleib …») und mehrfach der Hitlergruss zu sehen war, wurde er als Hauptverantwortlicher des Konzerts 2009 verurteilt.

G.s Tattoostudio wird von Rechtsextremisten aus halb Europa frequentiert, sein Textilhandel bedruckt T-Shirts nach Wunsch – auch mit Logos und Symbolen der rechtsextremen Szene.

Als sich vor knapp zwei Jahren 5000 Neonazis im Toggenburg trafen, war G. gemäss Polizeiprotokoll für den Aufbau der Bühne verantwortlich. Welche Funktion er bei dem Treffen in Ostritz hatte, ist nicht bekannt. Klar ist nur: G. gehört inzwischen zum inneren Zirkel der Szene. Auf Fotos ist er mit dem Sänger Marko Gottschalk von der deutschen Rechtsrock-Band Oidoxie zu sehen, dem Hauptact des Festivals am Samstagabend. Der Band, deren Lieder in Deutschland teils verboten sind, wird eine Nähe zu gewalttätigen Streetfighting-Crews nachgesagt. Die fielen den Sicherheitsbehörden zuletzt dadurch auf, dass sie sich Waffen für den Kampf gegen Andersdenkende beschafften.

Schwyzer Bruderschaft

Der Verfassungsschutz Bremen befindet: «Die Gruppe ist krass menschenverachtend.»

Am Wochenende fielen in Ostritz erstmals Schweizer Teilnehmer mit Aufnähern der rechtsextremen Rockergruppe Brigade 8 auf, einer Bruderschaft aus dem Kanton Schwyz. Der achte Buchstabe im Alphabet ist H – wie Hitler. Bisher war die rechtsextreme Rockertruppe nur in Norddeutschland in Erscheinung getreten, unter anderem mit Ablegern in Schleswig-Holstein und Bremen.

Der bundesdeutsche Verfassungsschutz stufte die Gruppe 2012 als antisemitisch und «in krasser Weise menschenverachtend» ein. Aus diesem Grund wurde damals ein geplanter Anlass der Gruppe verboten. Nicht so in Ostritz: Hier sorgten Hunderte Polizisten für die Sicherheit der Neonazis – vor allem, weil eine Gegenkundgebung angesagt war. Beim Festival, das von Funktionären der rechtsextremen Partei NPD organisiert wurde, beschlagnahmte die Polizei zwar mehrere T-Shirts, die als verfassungswidrig gelten: Sie zeigen zwei gekreuzte Handgranaten, das Kennzeichen einer berüchtigten SS-Sturmbrigade im Zweiten Weltkrieg. Sonst blieb die Veranstaltung unbehelligt. Inzwischen leitete die Staatsanwaltschaft in Görlitz Ermittlungen ein.

Ist alles nicht Strafbar!!!

MKG

SchweizerKrieger

„Nordic Division“

Hunderte „Reichsbürger“ besitzen Waffe


Im Oktober schießt ein hoch gerüsteter „Reichsbürger“ auf ein SEK-Kommando und tötet einen Polizisten. Eine Umfrage unter Innenministerien zeigt: Er ist längst nicht der einzige „Reichsbürger“, der im Besitz von Waffen ist. Quelle

Seit den tödlichen Schüssen eines sogenannten „Reichsbürgers“ auf einen Polizisten sind nach einem Zeitungsbericht 220 Mitgliedern der staatsfeindlichen Bewegung die Waffen-Genehmigungen entzogen worden. Die Tat hatte sich im vergangenen Oktober in Bayern ereignet. Rund 850 den Behörden bekannte „Reichsbürger“ besäßen weiter eine Waffe, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Umfrage bei den Länder-Innenministerien.

In mindestens 176 Fällen werde der Entzug durch die Waffenbehörden derzeit geprüft. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Oktober bis Juni dieses Jahres. Hessen gab den Angaben zufolge keine Auskunft. Die meisten Genehmigungen wurden demnach mit 138 in Bayern entzogen. Unter den Begriff der waffenrechtlichen Erlaubnis fallen sowohl der sogenannte kleine Waffenschein, mit dem man etwa Gaspistolen führen darf, als auch Waffenbesitzkarten, die Sportschützen und Jäger brauchen.Beim Polizeieinsatz gegen einen „Reichsbürger“ aus Georgensgmünd waren im Oktober 2016 mehrere Beamten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) verletzt worden, einer wurde getötet. Bei dem Einsatz sollten die rund 30 Waffen des Hobby-Jägers beschlagnahmt werden. Der Mann galt aufgrund verschiedener Vorkommnisse bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig.“Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie sprechen Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.

Die Ideologie alleine macht einen noch nicht zum Gewalttäter !!!!!

Der Ku Klux Klan und die Lynchmorde


Der Ku Klux Klan war eine Terrororganisation, der mehr Amerikaner zum Opfer gefallen sind als al-Qaida. Historiker schätzen heute, dass 4000 Menschen – die meisten von ihnen Schwarze – in den Jahren nach 1865 vom Ku Klux Klan zu Tode gefoltert wurden. Manche von ihnen waren Kinder.Quelle

Die Lynchmorde fanden nicht heimlich statt, sondern in der Öffentlichkeit; es wurden Fotos angefertigt und hinterher als Postkarten verkauft. Trotzdem kann man sagen: Das sind unsere „Verschwundengelassenen“, unsere „desaparecidos“. Und diesem Teil ihrer Geschichte hat sich die amerikanische Nation nie so richtig gestellt.Nun kann man fragen: Wie kann es sein, dass der Ku Klux Klan 50 Jahre nach dem Bürgerkrieg in den amerikanischen Südstaaten seinen Sieg feierte? Hatte denn nicht der Norden gewonnen? Die Antwort: Ja – und seinen Sieg sofort wieder verspielt. Es war eine Tragödie in drei Akten.Erster Akt: Abraham Lincoln fiel einem Attentat zum Opfer. Es ist sehr wichtig zu verstehen, warum Lincoln ermordet wurde. Er hatte eine Rede gehalten, in der es unter anderem um die neue Verfassung des Staates Louisiana ging; dort war davon die Rede, dass „gebildete Neger“ (gemeint waren wahrscheinlich Schwarze, die lesen und schreiben konnten) das Wahlrecht erhalten sollten.

Doch es gibt sie noch immer, auch in Europa!!

Böhnhardt ist nicht Peggys Mörder


Nach 15 Jahren findet ein Pilzsammler die Leiche der verschwundenen Peggy. Die Sensation: Ermittler entdecken am Fundort die DNA des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Nun klärt ein endgültiges Gutachten die Bedeutung der Spur. Quelle

Im rätselhaften Mordfall Peggy hat die Polizei eine mögliche Verbindung zum NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt endgültig zu den Akten gelegt. Eine am Fundort der Leiche festgestellte DNA-Spur Böhnhardts stehe nicht im Zusammenhang mit dem Tod der Neunjährigen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth mit. Es sei nach einem abschließenden Gutachten auch keine weitere DNA-Spur Böhnhardts entdeckt worden. Der Fall Peggy gilt als einer der rätselhaftesten Kriminalfälle in Deutschland. Im Juli vergangenen Jahres fand ein Pilzsammler im thüringischen Rodacherbrunn zufällig die sterblichen Überreste des seit 2001 vermissten Kindes. Im Oktober sorgten die Ermittler dann mit dem Hinweis für Aufsehen, dass am Leichenfundort auch eine DNA-Spur Böhnhardts gefunden wurde. Allerdings stellte sich schon bald darauf heraus, dass diese DNA-Spur vermutlich von den Ermittlern selbst an den Fundort gebracht worden war.Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, stammte die DNA-Spur „eindeutig“ von einem Kopfhörer Böhnhardts. Wie diese Spur des Rechtsextremisten an den Fundort von Peggys Leiche gekommen sei, könne allerdings nicht mehr geklärt werden, sagten die Ermittler.An einem bisher als Überträger im Verdacht stehenden Messstab seien keine DNA-Spuren von Böhnhardt oder Peggy festgestellt worden. Der Stab war von der Thüringer Polizei sowohl am Fundort der Leiche Böhnhardts als auch der Leiche Peggys eingesetzt worden.Peggy war 2001 nicht mehr von der Schule zu ihrer Mutter nach Hause gekommen. Ein zunächst als Mörder zu lebenslanger Haft verurteilter geistig behinderter Mann aus der Nachbarschaft des Kindes wurde in einem Wiederaufnahmeprozess freigesprochen. Seit dem Fund von Peggys Leiche intensivierten die Ermittler wieder die Arbeit an dem Fall.

War doch von Anfang an Klar!!