Der Ku Klux Klan und die Lynchmorde


Der Ku Klux Klan war eine Terrororganisation, der mehr Amerikaner zum Opfer gefallen sind als al-Qaida. Historiker schätzen heute, dass 4000 Menschen – die meisten von ihnen Schwarze – in den Jahren nach 1865 vom Ku Klux Klan zu Tode gefoltert wurden. Manche von ihnen waren Kinder.Quelle

Die Lynchmorde fanden nicht heimlich statt, sondern in der Öffentlichkeit; es wurden Fotos angefertigt und hinterher als Postkarten verkauft. Trotzdem kann man sagen: Das sind unsere „Verschwundengelassenen“, unsere „desaparecidos“. Und diesem Teil ihrer Geschichte hat sich die amerikanische Nation nie so richtig gestellt.Nun kann man fragen: Wie kann es sein, dass der Ku Klux Klan 50 Jahre nach dem Bürgerkrieg in den amerikanischen Südstaaten seinen Sieg feierte? Hatte denn nicht der Norden gewonnen? Die Antwort: Ja – und seinen Sieg sofort wieder verspielt. Es war eine Tragödie in drei Akten.Erster Akt: Abraham Lincoln fiel einem Attentat zum Opfer. Es ist sehr wichtig zu verstehen, warum Lincoln ermordet wurde. Er hatte eine Rede gehalten, in der es unter anderem um die neue Verfassung des Staates Louisiana ging; dort war davon die Rede, dass „gebildete Neger“ (gemeint waren wahrscheinlich Schwarze, die lesen und schreiben konnten) das Wahlrecht erhalten sollten.

Doch es gibt sie noch immer, auch in Europa!!

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Ku-Klux-Klan ist im Ruhrgebiet aktiv: „Verteidigung für Christen germanischer Abstammung“


Der Ku-Klux-Klan ist in den USA ein wachsendes Problem. Doch auch in Deutschland sind die Rassisten aktiv.Quelle

  • In den USA ist der Ku-Klux-Klan ein großes Problem
  • Spätestens seit dem Anschlag von Charlottesville ist das klar
  • Doch auch in Deutschland ist der Rassisten-Bund aktiv
  • Im Ruhrgebiet soll es 13 Ortsgruppen geben

Essen. Lange dachten wir, die Männer mit den spitzen Kapuzen seien ein Relikt. Stoff für Pointen in Hollywood-Filmen à la „Django Unchained“, wo die Jungs mit den Fackeln und den brennenden Kreuzen nur eine Lachnummer sind.Seit Charlottesville wissen wir: Der Ku-Klux-Klan (KKK) ist wieder da. Mitglieder von KKK-Gruppen waren am vergangenen Samstag beim Neonazi-Aufmarsch in der Stadt im US-Bundesstaat Virginia dabei. Am Ende des Aufmarschs raste ein Mann mit seinem Auto in eine MenschenmengeDoch der rassistische Geheimbund ist nicht nur in den USA ein Problem. Auch in Deutschland gibt es den Ku-Klux-Klan: Mehrere Gruppen sind nach Einschätzung der Bundesregierung hier aktiv.

Auch in NRW sind die Klan-Mitglieder aktiv, der Verfassungsschutz hat Hinweise darauf.

Allein im Ruhrgebiet soll es 13 Ortsgruppen geben. Auf ihrer Homepage gliedern die „Teutonischen Ritter des Ku Klux Klan“ das Revier in 13 „Klantone“ samt Fantasienamen ein. Oberhausen heißt dort Alstedon, Duisburg wird zu Thusburg.Die Gesinnung der Gruppe wird schnell deutlich: Sie propagieren „Selbstverteidigung für Deutsche Christen mit germanischer Abstammung“. Und wer mitmachen will, sollte „germanischer Abstammung“ sein. Mit Rassismus habe das aber nichts zu tun.Sich selbst sieht die Organisation als Wohltäter: „Wir bemühen uns um einen (…) aufrichtigen, edelmütigen und werteorientierten Lebenswandel“ und „engagieren uns für Opfer von körperlicher und seelischer Gewalt“, „fördern die Sicherheit (…), indem wir Hilfsbedürftige unterstützen“, steht auf der Homepage. Was das konkret heißt, wird nicht erläutert.

Hakenkreuzfahnen und brennende Kreuze

2016 waren KKK-Gruppen in Deutschland aufgefallen, weil sie Hakenkreuzfahnen präsentiert, verfassungsfeindliche Lieder gesungen und Kreuze verbrannt hatten – das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei hervor.Seit 2001 haben KKK-Mitglieder 68 Straftaten begangen. Auch das geht aus der Antwort der Bundesregierung hervor.Der deutsche Ableger des KKK, der in den USA seinen Ursprung hat und besonders in den Südstaaten aktiv ist, gilt eher als heterogenes Netz einzelner Gruppen denn als einheitliche Organisation.Die Gruppierungen sieht die Bundesregierung als „Randphänomen“ des Rechtsextremismus‘ mit eher wenigen Mitgliedern.Indes: Schon einmal hatten sich die Behörden bei einer anderen Gruppierung verschätzt. Die Reichsbürger galten lange als unbedeutende Gruppierung, in NRW gebe es kaum mehr als 300 von ihnen, hieß es noch vor einem Dreivierteljahr beim Verfassungssschutz.

Inzwischen ist klar: Es sind Tausende.

Beginnt damit zu leben!!!!