Securitrans-Beamter patrouillierte mit Nazi-Tattoo


Ein Sicherheitsmann der SBB trug im Dienst eine Tätowierung mit Wehrmachtssoldaten zur Schau. Jetzt ist er seinen Job los. Quelle

Sie markieren Präsenz an fast allen Schweizer Bahnhöfen. In ihren gelben Leuchtwesten und mit markantem Auftreten sollen sie Passagieren ein Gefühl der Sicherheit vermitteln: die Securitrans.

«Auf unsere Profis können sich alle jederzeit verlassen», schreibt die SBB-Tochter in ihrem Leitbild. Wer von der Sicherheitsfirma eingestellt wird, erhält mit dem Arbeitsvertrag ein Merkblatt mitgeliefert. Darin steht: «Diskriminierungen jeglicher Art werden von der Securitrans nicht geduldet.» Und: «Sichtbare Tätowierungen sind nicht gestattet.»

Externer Mitarbeiter

2. Juni 2018, kurz vor Feierabend am Bahnhof Schaffhausen: Auf dem Perron patrouilliert ein Securitrans-Beamter. Er trägt ein Hemd mit kurzem Arm, darüber die Leuchtweste. Auf dem Unterarm prangt ein Tattoo. Es zeigt zwei deutsche Wehrmachtsoldaten mit Maschinengewehr. Nazi-Krieger in Stalingrad – unter Neonazis ein beliebtes Sujet.

Sind die Grundsätze der Securitrans also nur hohle Phrasen?

Nachfrage bei den SBB: Wieso darf ein Sicherheitsmann im Dienst ungehindert ein Nazi-Tattoo zur Schau stellen?

Die Chefin der Securitrans persönlich, Désirée Baer, antwortet: Sie bedaure den Vorfall. «Leider wurden unsere klaren und strikten Vorgaben in diesem Fall nicht eingehalten.» Der Sicherheitsbeamte sei ein externer Mitarbeiter und über eine Drittfirma angeheuert worden. Den Namen der Firma will sie nicht nennen. Dafür macht die Chefin klar: «Wir haben den Mann für Einsätze bei Securitrans gesperrt.»

Oft fremdenfeindliches Klima

Baer versichert, ihre Angestellten würden geschult, um bei jedem Einsatz «professionell und sachlich» aufzutreten. Verstösse gegen diese Grundsätze hätten personalrechtliche Konsequenzen.

Ein Einzelfall also? Für In­sider kommt der Vorfall nicht überraschend. Unter Securitrans-Angestellten herrsche ein gewaltverherrlichendes, oft fremdenfeindliches Klima, erzählen sie. Chefs ignorierten dieses Verhalten. Baer weist die Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück: Solche pauschalen Unterstellungen könne man nicht nachvollziehen.

Ja für die einen eine Beleidigung für die andern eine Anerkennung! Die Geschichte lebt! 

„Nordic Division“

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Deutscher verkauft Nazi-Artikel an Schweizer Flohmi


Deutscher verkauft Nazi-Artikel an Schweizer Flohmi. Quelle

Diesen Samstag und Sonntag führt das Militärmuseum im aargauischen Full ein «Panzerwochenende» durch. Besucher können verschiedene Panzer begutachten, thematischer Schwerpunkt ist der Kalte Krieg.

Neben Panzerrundfahrten, einem Grillstand und einer Feldbäckerei werden an Verkaufsständen Militär-Artikel angeboten – darunter auch solche mit nationalsozialistischen Symbolen.

SS-Ehrenabzeichen und Eisernes Kreuz

Auf Fotos von Leserreporterin Andrea Jerger sind SS-Abzeichen, Reichsflaggen sowie ein Modell von Adolf Hitlers Auto zu sehen. Auch Notizblöcke mit dem Eisernen Kreuz oder SS-Ehrenabzeichen gibt es an dem Stand zu kaufen.

Andrea Jerger war wegen des Anlasses im Museum nach Full gereist. Dass sie auf einen Stand mit NS-Artikeln stiess, hat sie verstört. «Ich habe Kinder gesehen, die Nazi-Abzeichen in der Hand hielten», sagt sie. Sie habe den Verkäufer aus Deutschland damit konfrontiert, was er hier verkaufe. Dieser habe offenbar kein Problem darin gesehen und die Sache heruntergespielt.

Einzige Bedingung: keine Hakenkreuze

Der Stand wird vom Militärmuseum offenbar geduldet. Auf Anfrage von 20 Minuten gab Thomas Hug, Leiter des Militärmuseums und Oberst in der Schweizer Armee, offen zu, von dem Stand zu wissen. «Unsere Bedingung war, dass keine Hakenkreuze zu sehen sind», sagt Hug. Diese habe der Händler abdecken müssen. Bei einer Inspektion habe sich Hug davon überzeugt, dass dies der Fall ist.

Auf die SS-Symbole angesprochen, die etwa auf den Ehrenabzeichen zu sehen sind, verweist Hug wieder auf seine Bedingung, dass lediglich keine Hakenkreuze sichtbar sein dürfen.

Verbreitung von Nazi-Propaganda strafbar

Dass auch diese Regel nicht strikt eingehalten wurde, zeigt das Foto des Hitler-Modellautos: Darauf ist deutlich eine Fahne mit Hakenkreuz zu erkennen.

Sabine Simkhovitch-Dreyfus, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), hält den Stand und die angebotenen Artikel für bedenklich. Zwar ist es in der Schweiz grundsätzlich nicht verboten, einzelne Gegenstände aus der Zeit des Nationalsozialismus zu verkaufen. Strafbar ist jedoch die Verbreitung von Nazi-Propaganda. Angesichts des gezielten Angebots von NS-Artikeln könne im vorliegenden Fall möglicherweise von der Verbreitung von Nazi-Ideologie gesprochen werden.

Jerger erwägt Strafanzeige

Bemerkenswert ist für Simkhovitch-Dreyfus auch die Haltung des Museumsdirektors. «Dass er einen solchen Stand billigt, finde ich höchst befremdlich.», so die EKR-Vizepräsidentin.

Leserreporterin Andrea Jerger überlegt sich, am Sonntag wieder nach Full zu fahren und den Verkäufer der umstrittenen Artikel noch einmal zur Rede zu stellen. Auch eine Strafanzeige schliesst sie nicht aus.

Auch die Armee im 3 Reich war primär eine Armee und ist da am richtigen Platz!

Forscher widerlegen Mythen zu Hitlers Tod


Ist er mit einem U-Boot nach Argentinien geflohen? Oder befindet er sich gar auf einem Stützpunkt auf der Schattenseite des Mondes? Um den Tod von Adolf Hitler ranken sich zahlreiche Mythen. Forscher schieben den abstrusen Theorien nun einen Riegel vor. Quelle

Französische Wissenschaftler sind den Verschwörungstheorien entgegengetreten, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt habe. Nach Untersuchung des in Moskau aufbewahrten Gebisses von Hitler stehe zweifelsfrei fest, dass dieser 1945 gestorben sei, sagte der Rechtsmediziner Philippe Charlier. Damit seien alle Verschwörungstheorien über Hitler ausgeräumt.

„Er ist nicht in einem U-Boot nach Argentinien geflohen, er ist nicht in einem versteckten Stützpunkt in der Antarktis oder auf der Schattenseite des Mondes“, fügte Charlier hinzu. Hitlers Zähne seien „authentisch, es ist kein Zweifel möglich“. Dies habe ein Abgleich mit Röntgenbildern von Hitlers Kopf aus dem Jahr vor seinem Tod ergeben.

Charlier hatte das Gebiss mit vier anderen Wissenschaftlern untersucht. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt „European Journal of Internal Medicine“ veröffentlicht. Demnach hatte Hitler schlechte und einige falsche Zähne. Charlier führte aus, dass keine Fleischfasern an den Zähnen gefunden wurden, was dazu passe, dass Hitler Vegetarier war.

Im Führerbunker gestorben

Der russische Geheimdienst FSB hatte im März und Juli 2017 erstmals seit 1946 Wissenschaftlern erlaubt, Hitlers Knochen zu untersuchen. Ein französisches Forscherteam durfte ein Schädelfragment analysieren. Es wies ein Loch in der linken Hälfte auf, das wahrscheinlich durch eine Kugel verursacht wurde.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass Hitler am 30. April 1945 im Führerbunker in Berlin Suizid beging, als die Niederlage von Nazi-Deutschland absehbar war. Die Untersuchung des Schädelfragments sei hinsichtlich der Todesart von Interesse, sagte Charlier. „Wir wussten nicht, ob er eine Zyanidkapsel benutzte, um sich zu töten, oder ob es eine Kugel in den Kopf war.“ Aller Wahrscheinlichkeit nach habe Hitler beide Methoden angewandt.An den Zähnen wurden laut Charlier aber keine Pulverspuren gefunden. Der Schuss sei also offenbar nicht in den Mund, sondern in die Stirn oder den Nacken abgegeben worden. Bläuliche Ablagerungen an Hitlers falschen Zähnen könnten laut Charlier auf eine chemische Reaktion zwischen Zyanid und dem Metall der Prothesen hindeuten.

Ja so Theorien gibt es viel, von Leuten die versuchten Hitler zu diffamieren!! 

Mit diesem Super-U-Boot hätten Nazis Südamerika erreicht


Die Fähigkeiten der neuen deutschen U-Boote vom Typ XXI versetzten die Royal Navy in Panik. Im Mai 1945 wollte „U 3523“ nach Norwegen fliehen. Jetzt wurde ihr Wrack im Skagerrak gefunden. Quelle

Ein deutscher Funkspruch, den die britische Abwehr im Oktober 1944 abfing, versetzte das Hauptquartier der Royal Navy in helle Aufregung. Darin erklärte Hitlers oberster Admiral Karl Dönitz seinen U-Boot-Kapitänen, er werde einen „neuen U-Boot-Krieg … gegen die Westmächte“ eröffnen. Die britische Führung wusste, dass dafür Boote des neuen, überlegenen Typs XXI bereitstanden. „Ihre hohe Unterwassergeschwindigkeit belastete uns mit drohenden Problemen und würde tatsächlich, wie es Dönitz voraussagte, den U-Boot-Krieg revolutioniert haben“, erklärte der englische Premier Winston Churchill im Rückblick.

Diese Boote waren „topmodern und ihrer Zeit weit voraus“, beschreibt der Direktor des Seekriegs-Museums Jütland, Gert Normann Andersen, seinen neuesten Fund. Im Skagerrak, etwa 18 Kilometer von Skagen entfernt, haben Taucher des Hauses „U 3523“ gefunden, eines der wenigen Boote vom Typ XXI, die am Ende des Zweiten Weltkriegs noch zum Einsatz kamen.

UNSPECIFIED - CIRCA 1900: Naval ships - German Kriegsmarine submarine type XXI, 1944. Illustrated cutaway view. (Photo By DEA PICTURE LIBRARY/De Agostini/Getty Images) Getty ImagesGetty Images
Getaucht bis nach Südamerika: Schnitt durch ein Boot vom Typ XXI

Quelle: De Agostini/Getty Images

Das Wrack liegt in 123 Metern Tiefe in einer sehr ungewöhnlichen Position: Der Bug habe sich in den Sand eingegraben, das Heck stehe 20 Meter über dem Grund. Das Boot sei etwa neun Seemeilen abseits der Stelle gefunden worden, die britische U-Boot-Jäger 1945 als Abschussort angegeben hätten, heißt es aus dem Museum, das auf das Aufspüren untergegangener Schiffe spezialisiert ist. Bislang wurden 450 Wracks aus allen Epochen in Nord- und Ostsee entdeckt, darunter neun deutsche und drei britische U-Boote.

 „Das ist ein ganz besonderes U-Boot. Es war das modernste U-Boot, das die Deutschen im Krieg gebaut haben“, sagt Andersen. Für Dönitz war es gar eine „Wunderwaffe“. Bei einer Länge von 76 Metern und einer Breite von 6,6 Metern verdrängten diese Boote getaucht 1800 Tonnen, konnten bis zu 300 Meter tief tauchen und erreichten über Wasser eine Geschwindigkeit von 18 Knoten.

Doch nicht ihre sechs Torpedorohre waren ihre gefährlichste Waffe, sondern ihre Elektromotoren. Mit starken Akkus ausgerüstet, konnten sie unter Wasser eine Geschwindigkeit von 16 Knoten erreichen. Ein Schnorchel machte es möglich, dass die Boote sogar unter Wasser laufen konnten, um dabei mithilfe der laufenden Dieselmotoren die Batterien aufzuladen. Bei Versuchen wurden Tauchfahrten von bis zu 70 Tagen erreicht.

Turm eines Typ-XXI-Bootes mit Hohentwiel-Antenne, Sehrohren und Schnorchelmast
Turm eines XXI-Bootes mit Antenne, Sehrohren und Schnorchelmast

Boote vom Typ XXI waren daher in der Lage, ständig unter Wasser zu operieren und sich ihren Opfern unentdeckt und mit hoher Geschwindigkeit zu nähern. Das war die „Revolution“, von der Churchill sprach und die nach dem Krieg dem U-Boot-Bau völlig neue Wege öffnete.

„U 3523“ halfen diese Innovationen dennoch wenig. Technische Probleme und der Mangel an Ersatzteilen in der Endphase des Krieges hatten die Ausbildung der 58 Mann starken Besatzung um Oberleutnant Willi Müller immer wieder verhindert. Im Januar 1945 gelang ihm der Durchbruch von Danzig nach Travemünde und weiter nach Kiel. Am 2. Mai verließ das Boot den Hafen Richtung Helsingör.Dort erreichte „U 3523“ ein letzter Befehl: Möglichst noch Norwegen zu erreichen oder das Boot gemäß des Befehls „Regenbogen“ zu versenken. Diesen Befehl zur Selbstversenkung hatte Dönitz in der Endphase des Krieges gegeben, aber am Abend des 4. Mai – nach der Unterzeichnung der Waffenruhe gegenüber der britischen Armee – zurückgenommen. Wie spätere Quellenfunde zeigen, stammt die erneute Bestätigung von „Regenbogen“ offenbar von hochrangigen Seeoffizieren, die sich damit über ihren Chef hinwegsetzten, wie der Marinehistoriker Werner Rahn in dem Standardwerk „Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg“ ausführt.

U 3008, nach Kriegsende im Portsmouth Naval Shipyard, Kittery, Maine
U 3008 vom Typ XXI nach Kriegsende im Portsmouth Naval Shipyard, Kittery (Maine)

Gemeinsam mit weiteren Booten versuchte „U 3523“, Norwegen zu erreichen. Am Mittag des 6. Mai wurde die Gruppe von einem britischen B-24-Liberator-Bomber entdeckt. Müller gelang es, rechtzeitig wegzutauchen und damit dem Angriff zu entgehen. Am Abend ortete erneut ein Liberator das Boot und belegte es mit Bomben. Diesmal zeugten eine breiter Ölfleck und Bootstrümmer davon, dass das Boot getroffen worden war. Damit gilt „U 3523“ als letztes direkt im Kampf versenktes deutsches U-Boot des Zweiten Weltkriegs.An den Booten der XXIer-Klasse, die über eine Reichweite von rund 29.000 Seemeilen verfügten, machte sich nach dem Krieg das Gerücht fest, hochrangige Nazis seien mit ihnen und wertvoller Fracht wie Gold und Gemälden in Richtung Südamerika geflüchtet. „Ob das auch das Ziel der letzten Fahrt dieses U-Bootes war, weiß niemand“, sagt Andersen. „Genauso wenig, ob das U-Boot Wertgegenstände oder Passagiere an Bord hatte, die nicht zur festen Besatzung von 58 Mann gehörten.“ Pläne, das U-Boot aus 123 Metern Tiefe zu heben, um diese Fragen zu beantworten, gibt es zunächst nicht. Neben „U 3523“ ist nur ein weiteres Boot vom Typ XXI erhalten: „U 2540 Wilhelm Bauer“ liegt als Museumsboot im Alten Hafen von Bremerhaven.

Die Stolzen Nationalsozialisten unter der Führung  von Adolf Hitler wahre auch da wegweisend  in er Technologie!!

Mit Hakenkreuz kostenlos in die Vorstellung


Wer kostenlos das Stück «Mein Kampf» sehen will, soll mit Hakenkreuz kommen – so wirbt das Theater in Konstanz (D) für die Aufführung an Hitlers Geburtstag. Theaterfreunde und die Jüdische Gemeinde sind schockiert.  Quelle

«Für eine Freikarte erklären Sie sich bereit, im Theatersaal ein Hakenkreuz-Symbol zu tragen. Die Symbole erhalten Sie vor der Vorstellung am Einlass zum Zuschauerraum», schreibt das Theater Konstanz auf seiner Homepage.Mit dieser Aktion wirbt es für das satirische Stück «Mein Kampf». Damit nicht genug: Denn die Premiere findet am 20. April statt – dem Geburtstag von Adolf Hitler. Regie führt der deutsche Satiriker Serdar Somuncu.Wer lieber eine Eintrittskarte kaufen möchte, bekommt übrigens einen Judenstern verpasst. Mit einem gelben Davidstern brandmarkten die Nazis im Dritten Reich Menschen, die nach den Nürnberger Rassengesetzen als Juden galten.Theaterfreunde und die Jüdische Gemeinde sind schockiert. «Die Geschmacklosigkeit hat Programm. Wir sind der Meinung, dass dieser bizarre Marketing-Gag nicht akzeptabel ist. Es gibt eine dritte Option: Man kann auch keine Theaterkarte kaufen», sagen Ruth Frenk und Heinz Freudenberger über die Aktion im Namen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und des Vereins für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zum «Südkurier».Auch der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) hält die Aktion für daneben, wie Generalsekretär Jonathan Kreutner zu BLICK sagt. «Wir stellen fest, dass es sich hierbei sehr eindeutig um eine provokative PR-Aktion handelt, deren Ausgestaltung wir als auffallend befremdlich empfinden.» Man sei mit dem Zentralrat der Juden und dem entsprechenden Landesverband in Kontakt.

Premiere bereits ausverkauft

Das Theater versteht die Aufregung nicht. Es sei kein Marketing-Gag. Mit Hakenkreuz und Davidstern solle nur gezeigt werden, «wie korrumpierbar und verführbar auch heute Menschen für den Faschismus sind», sagt Dramaturg Daniel Grünauer zur deutschen Zeitung «Südkurier».

Die Geschichte lebt, daran könnt ihr alle nichts ändern!!

Festival zum Hitler-Geburtstag – unter den Augen der Polizei


Die Polizei bereitet sich auf einen „der größten Einsätze in Ostsachsen der letzten Jahre“ vor: Am 20. April soll in Ostritz ein Neonazi-Rockfestival stattfinden. Über ein Vorgehen des Landratsamts dagegen ist nichts bekannt. Quelle

Die Kamera zoomt ins Veranstaltungszelt, die Menge ist in rötliches Licht gehüllt. Dann recken sich Dutzende Arme in die dicke Luft und zeigen mehrmals unverkennbar den Hitlergruß. Dazu erschallen „Heil“-Rufe. Diese Filmaufnahmen von einem Rechtsrockfestival im thüringischen Themar sorgten im Juli 2017 bundesweit für Empörung: Wie es sein kann, dass 6000 Neonazis unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit und den Augen der Polizei so offensichtlich ihre Verfassungsfeindlichkeit ausleben können?Acht Monate später steht das nächste große Rechtsrockfestival vor der Tür – nun in der sächsischen Kleinstadt Ostritz, südlich von Görlitz an der Neiße gelegen, im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Am 20. und 21. April wollen sich dort 750 Neonazis aus diesen drei Ländern zum „Schild und Schwert“-Festival versammeln. Das Datum ist zu symbolisch, um Zufall zu sein: Der 20. April ist das Geburtsdatum von Adolf Hitler.

Der Veranstalter, ein NPD-Mann aus Thüringen, bewirbt das Treffen als „ultimatives Politikfestival“. Im Landratsamt werde die Versammlungsanzeige geprüft, bestätigt eine Sprecherin. Im nächsten Schritt werde dann der Auflagenbescheid versandt. Zu den Inhalten könne sie nichts Genaues sagen. Nur, dass sich „bis zum Tag X“ immer wieder etwas ändern könne.

Wie im vorigen Jahr in Themar soll das Festival auf privatem Gelände stattfinden und Eintritt kosten – zwischen 15 und 45 Euro pro Besucher, heißt es auf der Website. Dafür soll es neben Musik auch Reden von NPD-Politikern wie deren ehemaligem Vorsitzenden Udo Voigt geben, außerdem eine Kampfsportschau.Das thüringische Landratsamt Hildburghausen, für Themar zuständig, scheiterte voriges Jahr mit dem Versuch, das damalige Rechtsrockfestival zu verbieten. Das Argument, die Versammlungsfreiheit werde für eine kommerzielle Veranstaltung genutzt, zog vor Gericht nicht. In diesem Jahr versucht man es mit einem anderen Argument: Die nächste, für Juni geplante Veranstaltung verstoße gegen den Umweltschutz. Es könnten mehrere streng geschützte Vogelarten bei der Aufzucht der Jungen erheblich gestört werden. Die Anmelder wehren sich mit einem Eilantrag vor Gericht gegen das Verbot.Ein ähnliches Vorgehen ist im sächsischen Ostritz nicht abzusehen; das Landratsamt möchte sich zu möglichen gerichtlichen Auseinandersetzungen nicht äußern. Die Polizei in Görlitz bereitet sich auf „einen der größten Polizeieinsätze in Ostsachsen der vergangenen Jahre“ vor. Neben sächsischen Beamten werden Hundertschaften der Bereitschaftspolizei auch aus anderen Bundesländern im Einsatz sein. Deswegen bat die Polizei den Deutschen Fußball-Bund (DFB) sogar, das zeitgleiche Drittligaspiel zwischen dem FSV Zwickau und dem Karlsruher SC zu verschieben.

Die Polizei sieht ihren Auftrag darin, „einen möglichst störungsfreien Verlauf aller nicht verbotenen Versammlungen oder Veranstaltungen zu gewährleisten“ und für die öffentliche Sicherheit in und um Ostritz zu sorgen. Sollten Informationen über Auflagenverstöße oder Straftaten vorliegen, bestünde ein Strafverfolgungszwang, erklärt eine Polizeisprecherin. Ob und wie die Polizei das Geschehen auf dem privaten Veranstaltungsgelände dokumentieren wird, darüber schweigt sie aus einsatztaktischen Gründen.

Nazi-Gegner planen Gegenveranstaltung

Als sich die Filmaufnahmen von den Hitlergrüßen in Themar im vorigen Sommer verbreiteten, bat die zuständige Polizeidirektion Social-Media-Nutzer um Zusendung von Bildmaterial. Die Ermittlungen laufen noch. Insgesamt bearbeitet der Staatsschutz im Zusammenhang mit Themar 40 Verfahren. Der Großteil ist laut Staatsanwaltschaft Meiningen abgeschlossen. Gegen die Veranstalter werde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz noch ermittelt.

Erst Ende 2017 landeten die ersten Verfahren beim zuständigen Amtsgericht Hildburghausen, wo zwei Richter die Fälle abarbeiten. Dort müssen sich demnächst die Sänger zweier Bands vor Gericht verantworten. Ein Beschuldigter legte Widerspruch gegen einen Strafbefehl wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Gegen einen weiteren wurde Anklage wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung erhoben. Um den gleichen Straftatbestand geht es bei den noch laufenden Ermittlungen gegen Die Lunikoff Verschwörung. Die Band gilt als eine der bekanntesten Musikgruppen der Szene und soll auch in Ostritz auftreten.

Rechtsradikale Konzerte gelten als Einstiegsdroge

Die Anzahl rechtradikaler Konzerte nimmt zu. Das zeigen Daten des Verfassungschutzes. Da sich die Musikveranstaltungen auf die Versammlungsfreiheit berufen, sind die Städte meistens

In der 2400-Einwohner-Stadt regt sich Widerstand gegen das Schaulaufen der rechtsradikalen Szene. In einer Erklärung sprachen sich am Freitag 40 Bürgermeister gegen das Treffen aus. Dort heißt es: „Wer Menschenrechte infrage stellt, Bezüge zu einem verbrecherischen System herstellt, wer Demokratie und Pluralismus bekämpft – der ist hier nicht willkommen, dem soll unsere Region kein Zuhause werden.“

Ein Bündnis örtlicher Akteure wie des Landkreises Görlitz, des Jugendrings Oberlausitz, aber auch vieler kleiner Cafés, Bands und Initiativen hat ein Friedensfest organisiert. Parallel zum Neonazi-Festival soll es eine Menschenkette, Redebeiträge und Musik geben. Als Schirmherr tritt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auf. Und die Initiative Rechts rockt nicht!, ein Bündnis antifaschistischer Gruppen und Personen aus der Region, kündigt eine „hör- und sichtbare Antwort“ auf die Neonazi-Veranstaltung an.Sollte das „Schild und Schwert“-Festival die Auflagen der Versammlungsbehörde erfüllen und also stattfinden, dürfte es der Auftakt einer ganzen Reihe solcher Veranstaltungen sein. Die Organisatoren kündigten bereits einen zweiten Termin für November dieses Jahres an.

Ja das ist nicht verboten den die Geschichte lebt. Die  Polizei kan ruhig dabei sein ist kein Problem, wie damals bei uns in der Schweiz, wo 6000 Kameraden kamen und alles verlief ruhig!