Rechtsradikale in Italien


Ein Priester, der Flüchtlinge ins Schwimmbad mitnimmt, wird im Netz aufs Schlimmste angegriffen. An einem Badestrand wird Mussolini verherrlicht, doch die Gäste sehen darin eher Jux als eine Straftat. Der Faschismus erlebt in Italien eine Renaissance. Quelle

Don Massimo Biancalani, Priester in Vicofaro, einem Vorort der toskanischen Stadt Pistoia, hatte Anfang voriger Woche die Fotos auf Facebook gepostet: Man sah junge Flüchtlinge aus Afrika, die glücklich im einem der städtischen Schwimmbäder herumplantschen. Darunter stand: „… und heute Schwimmbad!!! Sie sind meine Heimat, die Rassisten und Faschisten meine Feinde!“Es dauerte nicht lange, bis der Vorsitzende der Lega Nord Matteo Salvini zurückpostete: “ Massimo Biancalini ist Anti-Lega, Anti-Italien, Antifa-Priester, er predigt in Pistoia. Das ist keine Fake News. Na dann, schönes Bad“.Salvinis Eintrag war so etwas wie ein Startschuss. Die meisten Kommentare zur Schwimmbadaktion des Priesters waren fremdenfeindliche Hasstiraden bis hin zu Morddrohungen. Auch die Rechtsradikalen von Forza Nuova meldeten sich schnell zu Wort und verkündeten der nächsten Sonntagsmesse beiwohnen zu wollen, um nach dem Rechten zu sehen und „über die Doktrin zu wachen“.Und dann kamen sie auch, wenngleich in einer überschaubaren Gruppierung von fünfzehn Leuten und im Geleit der Sicherheitskräfte. Ihnen gegenüber stand, eine bis dahin auf diesem Kirchenplatz nie gesehene Menschenmenge, die sie mit Wörtern wie „Faschisten“ und „schämt euch“ empfing. Don Massimo gab stattdessen jedem einzelnen von ihnen die Hand und bläute ihnen noch vor dem Betreten der Kirche ein: „Jungs, benehmt euch anständig“. Und so saßen sie dann Seit an Seit, rechts die Gruppe von Forza Nuova, links die vom Priester aufgenommenen Flüchtlinge, fast alle Muslime. „Die Kirche ist das erste Feldlazarett“ predigte Don Massimo vom Pult und scheute es auch nicht die Flüchtlingspolitik der Regierung zu kritisieren.Der Vorfall in Pistoia kann mittlerweile als paradigmatisch für den Vormarsch der Rechten in Italien stehen. Die Stadt war bis vor kurzem eine der letzten Hochburgen des Mitte-Links Lagers, daher auch der Spitzname „Pistoia la rossa“. Doch bei den letzten Gemeindewahlen vor zwei Monaten gewann, unterstützt von der rechten Partei Fratelli d’Italia, Lega Nord und Berlusconis Forza Italia der Kandidat Alessandro Tommasi, selbst einmal Mitglied der Rechten Partei Alleanza Nazionale. „Nazitalia“

Die Rechte wird immer mutiger. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres verübten sie neun Angriffe, sprich Anschläge gegen Migranten oder Stadtverwaltungen, die ihnen eine Unterkunft zugewiesen hatten. Die Wochenzeitung „L’Espresso“ veröffentlichte Ende Juli ein Dossier über „Nazitalia“. „Die Migranten und die Wirtschaftskrise sind das Benzin mit dem sie wachsenden Konsens ernten“, stellte die Zeitung fest. Wobei die Bagatellisierung dieser „Re-Faschistisierung“ seitens der Bevölkerung noch beängstigender erscheint. Wie im Fall von „Punta Canna“, einem Strandbad in Chioggia, nicht weit von Venedig entfern.Im Juli sorgte dieses mittlerweile in „Duce-Strand“ umgetaufte Fleckchen für internationale Schlagzeilen. Ein großes Schild mit Mussolins Konterfei warnte die Besucher schon beim Eintritt: „Antidemokratische Regime-Zone. Wem’s nicht passt, der soll sich verpissen“. Damit aber nicht genug. Entlang des Pfads, der zum Meer führt, waren Holztafeln mit weiteren faschistischen Parolen aufgestellt: „Regeln: Ordnung, Sauberkeit, Disziplin, Strenge“; „Strandservice nur für Kunden, wer nicht pariert, der kriegt eine drauf.“ Und diese Sprüche gehörten noch zu den harmloseren.Im Schatten der Sonnenschirme hörte man Duce Lobpreisungen, las man in einem Bericht der Tageszeitung „la Repubblica“, die den Fall an die Öffentlichkeit brachte. Der Betreiber Gianni Scarpa, ein bulliger 64 Jähriger mit gelbem Stirnband und einer Sammlung von Duce Memorabilia in seinem Büro, verteidigte seine Einstellung auch vor laufenden Kameras, obwohl in Italien die Verherrlichung des Faschismus strafbar ist. Jetzt läuft ein Verfahren gegen ihn. Geschadet hat es aber nicht. Zwar musste er einige Schilder entfernen, dafür wurde sein Strandbad diesen Sommer zur Pilgerstätte von Neugierigen und Nostalgikern. Das Geschäft läuft also prima. Untere den Gästen bekannten sich einige offen zum Faschismus, andere meinten, man sollte das alles nicht so ernst nehmen, sondern als Jux verstehen. Dass rechtsradikale Gedankengut scheint in Italien zunehmend salonfähig zu werden.

Nicht Mussolini, sondern Adolf Hitler! Die Geschichte geht nicht vergessen und bleibt verankert, beginnt damit zu leben! Den das ist ein Weg unser Weg! Meinungsfreiheit lässt sich nicht verbieten!!

Nordic Division 

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Rechtsextremen-Schiff darf den Anker lichten


Nachdem der Kapitän, Besitzer und acht Besatzungsmitglieder kurzzeitig in Haft waren, geht die Fahrt für das Schiff der Identitären-Aktivisten nun weiter. Quelle

Nach ihrer Festnahme auf Nordzypern sind die Besatzungsmitglieder eines Schiffs rechtsextremer Aktivisten, die Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern wollen, wieder auf freiem Fuss. Der Kapitän der «C-Star», der Besitzer des Schiffs und acht Crewmitglieder seien freigelassen worden, meldete der TV-Sender BRT am Donnerstag. Das Schiff dürfe seine Fahrt nun fortsetzen.Das von der Gruppe Defend Europe gecharterte Schiff war am Dienstag im Hafen von Famagusta festgesetzt worden. Den zehn Verdächtigen wurde laut der Zeitung «Kibris Postasi» der Gebrauch falscher Papiere vorgeworfen. Doch nach Informationen des Senders BRT bestätigte sich der Verdacht nicht.Das Schiff hatte Anfang Juli Dschibuti verlassen, doch musste es eine Woche im Suez-Kanal warten. Laut Defend Europe warfen linke Gruppen und NGOs ihnen vor, Waffen und Söldner zu transportieren, um so ihre Weiterfahrt zu verhindern.Eine Durchsuchung in Ägypten bestätigte demnach die Vorwürfe nicht. Nach der Ankunft in Zypern verliess eine Gruppe von 20 Menschen das Schiff. Laut «Kibris Postasi» beantragten fünf von ihnen Asyl, während der Rest per Flugzeug das Land verliess. Laut Defend Europe handelte es sich um Seeleute aus Sri Lanka, die zu Trainingszwecken mitgefahren seien. Hinter der Aktion Defend Europe stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der Identitären Bewegung, die in Deutschland wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Rechtsextremisten hatten Mitte Mai eine Kampagne im Internet gestartet und 76’000 Euro für die Anmietung eines Schiffs eingesammelt.Die «C-Star» sollte in Sizilien die Aktivisten an Bord nehmen und dann Kurs auf die libysche Küste nehmen. Dort wollten sie die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen, damit diese die Flüchtlinge zurück in das nordafrikanische Land bringt. Die Rechtsextremisten wollten damit gegen NGOs protestieren, die Flüchtlinge nach Europa bringen.

Das Einzig Richtige, gleich wider zurück in ihre Häfen die wollen wir nicht, wir haben genug!!

Krawalle und sexuelle Übergriffe beim Straßenfest


Polizei spricht von einem massiven Aggressionspotenzial – Einsatzkräfte aus Nachbarlandkreisen angefordert. Quelle

Sexuelle Belästigungen, Widerstand und Flaschenwürfe gegen Polizisten sowie Sachbeschädigungen an Einsatzfahrzeuge der Polizei – diese Zwischenbilanz zieht das Polizeipräsidium Aalen nach den ersten beiden Tagen des Schorndorfer Straßenfests und spricht von einem massiven Aggressionspotenzial. Zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Landkreisen wurden angefordert.  Am Freitagabend wurden nach Polizeiangaben bislang drei Fälle gemeldet, bei denen Frauen von Männern auf dem Marktplatz sexuell belästigt wurden. In einem Fall wurde ein irakischer Tatverdächtiger ermittelt. Tags darauf wurde eine 17-Jährige am Bahnhofsvorplatz nach derzeitigem Ermittlungsstand von drei Männern festgehalten und am Gesäß begrapscht. Drei afghanische Asylbewerber wurden als Tatverdächtige ermittelt. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Polizei schirmt Festnahme ab Im Schlosspark versammelten sich in der Nacht zum Sonntag zwischen 20 und 3 Uhr etwa 1000 Jugendliche und junge Erwachsene, beim Großteil soll es sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Aalen um Personen mit Migrationshintergrund gehandelt haben. Hierbei kam es zu zahlreichen Flaschenwürfe gegen andere Festteilnehmer, Einsatzkräften und die Fassade des Schorndorfer Schlosses. Als ein Verdächtiger nach einer gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte er sich – zahlreiche Menschen solidarisierten sich daraufhin mit dem Festgenommenen, sodass eine Vielzahl von Polizeibeamten in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen mussten, um einen Angriff zu verhindern. Als sich die Einsatzkräfte zurückzogen, wurden sie erneut mit Flaschen beworfen.Außerdem zogen nachts mehrere Gruppen mit 30 bis 50 Personen durch die Innenstadt. Laut Zeugenaussagen seien einzelne Personen hierbei mit Messern bewaffnet gewesen, berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. Aus einer anderen Gruppe heraus soll im Bereich des Alten Friedhofs vermutlich mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen worden sein. Die Einsatzkräfte trafen die Personen nicht mehr an. Im Laufe der Nacht wurden zudem zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Graffiti besprüht, eines wurde durch ein Flaschenwurf beschädigt und an sechs Fahrzeugen die Kennzeichen abmontiert und gestohlen. Darüber hinaus wurden während des Festes mehrere Körperverletzungen angezeigt.

Immer dabei Pfefferspray!

Alles andere ist Naiv und Dumm!!